Für einen lokalen Betrieb ist das Unternehmensprofil der größere Hebel als die Website. Es ist kostenlos, es steht über den Suchergebnissen — und bei den meisten Betrieben hier ist es halb ausgefüllt.
Wer „Dachdecker Halver“ sucht, sieht zuerst eine Karte mit drei Einträgen. Erst darunter beginnen die normalen Suchergebnisse. Diese drei Plätze entscheiden über den Großteil der Anrufe — und sie werden nicht von deiner Website vergeben, sondern von deinem Unternehmensprofil.
Google nennt dafür selbst drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Entfernung kannst du nicht ändern. Relevanz steuerst du über Kategorie und Leistungen. Bekanntheit entsteht vor allem über Bewertungen — und genau dort ist im Märkischen Kreis am meisten zu holen, weil die wenigsten Betriebe hier überhaupt Bewertungen sammeln.
Die Hauptkategorie ist der stärkste einzelne Hebel. „Bauunternehmen“ und „Dachdecker“ führen zu völlig verschiedenen Suchen. Nimm die, die dein Kerngeschäft trifft, und ergänze den Rest als Nebenkategorien.
Keine Zusätze wie „Dachdecker Halver Günstig“. Das verstößt gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung führen. Der Name ist der Name.
Falsche Öffnungszeiten sind der häufigste Grund für schlechte Bewertungen, die nichts mit deiner Arbeit zu tun haben. Feiertage eintragen, das geht im Voraus.
Jede einzeln eintragen, mit ein paar Sätzen. Diese Felder sind Textfläche, die dir gehört und in die sonst niemand schaut — Google aber schon.
Betrieb, Team, Fahrzeug, fertige Arbeiten. Profile mit aktuellen Fotos wirken lebendig; Profile ohne Bilder wirken aufgegeben.
Bewertungen sind der Faktor, der sich am schnellsten bewegen lässt und am meisten bringt. Gleichzeitig ist es der Bereich, in dem am meisten falsch gemacht wird — teils aus Unwissen, teils weil schlechte Ratschläge kursieren.
Praktisch heißt das: eine neutrale Nachricht nach jedem Auftrag, an alle. Und lieber ein bis zwei Bewertungen pro Monat dauerhaft als zwölf in einer Woche — ein plötzlicher Schwall fällt auf und wirkt weniger glaubwürdig als ein stetiger Zufluss.
Viele Einträge existieren automatisch, ohne dass der Betrieb sie kennt. Solange niemand sie bestätigt hat, kann sie auch niemand pflegen — und falsche Daten bleiben stehen.
Einmal „Mittelstr.“, einmal „Mittelstraße“, einmal mit anderer Telefonnummer. Google muss erkennen, dass das ein Betrieb ist. Lege eine Schreibweise fest und nutze sie überall gleich.
Eine unbeantwortete Kritik liest sich, als hätte sie gestimmt. Eine sachliche Antwort dreht den Eindruck, auch für alle, die später mitlesen.
Die Beitragsfunktion nutzt kaum jemand. Ein kurzer Beitrag pro Monat — abgeschlossenes Projekt, Urlaubszeiten, neue Leistung — hält das Profil sichtbar aktiv.
Nein, es ist kostenlos. Wenn dich jemand anruft und Geld dafür verlangt, dein Profil „freizuschalten“ oder „zu optimieren“, ist das im besten Fall eine überflüssige Dienstleistung und im schlechtesten ein Betrugsversuch. Solche Anrufe sind im Märkischen Kreis verbreitet.
Es gibt keine offizielle Schwelle, und wer eine nennt, hat sie sich ausgedacht. Was zählt, ist der Abstand zum örtlichen Wettbewerb. In Halver haben die meisten Anbieter im Bereich Webdesign, Handwerk und Dienstleistung null bis wenige Bewertungen — zehn bis fünfzehn echte reichen hier, um deutlich vorne zu liegen.
Sachlich und knapp antworten, ohne Streit. Wenn sie gegen die Richtlinien verstößt — Beleidigung, offensichtlich anderer Betrieb, Erpressungsversuch — kannst du sie melden. Rechne aber nicht fest damit, dass sie entfernt wird.
Für einen lokalen Dienstleister meistens ja, und es kostet nichts außer Zeit. Am besten läuft beides zusammen: Das Profil bringt dich in die Karte, die Website überzeugt den, der dann draufklickt.
Erzähl in zwei Sätzen, worum es geht. Du bekommst innerhalb von 24 Stunden eine ehrliche Einschätzung — kostenlos, ohne Verkaufsgespräch.
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